Deutsch-Französische Sommer- und Winterakademie
Ziel der deutsch-französischen Sommer- und Winterakademie („Académie d'été et d'hiver franco-allemande“) ist der Aufbau und die Vertiefung fachlicher und interkultureller Kompetenzen an der Schnittstelle von Weinwirtschaft, Handel und Konsumkultur in Deutschland und Frankreich.
In deutsch-französischen Tandems erkunden die Teilnehmenden Märkte, Handelskonzepte und aktuelle Trends direkt im Feld – etwa durch Exkursionen, Store Checks und Konsumentenbefragungen. Begleitet von gemeinsamen Reflexionsformaten erwerben sie fundiertes Fachwissen und stärken zugleich ihre interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen in einem der spannendsten europäischen Märkte für Wein und Genuss.
Der bewusst gewählte interdisziplinäre Ansatz verbindet:
- WTM-Studierende, für die das Verständnis von Absatzkanälen und Handelsstrukturen zentral ist, und
- BWL-Handel-Studierende, die ein fundiertes Wissen zur Warengruppe Wein benötigen.
Die Akademie greift dabei die besondere Relevanz des Weinsektors im deutsch-französischen Kontext auf: Deutschland ist ein wichtiger Exportmarkt für französische Weine und somit aus Sicht von Handel, Marketing und Vertrieb hochinteressant. Zugleich spielt die Weinproduktion in beiden Ländern eine zentrale Rolle – inklusive weinbaulicher und sensorischer, stilprägender Besonderheiten.

Projektsteckbrief
- Kooperationspartner:
- DHBW Heilbronn
- Université Marie et Louis Pasteur, IUT-NFC
- Deutsch-Französische Hochschule (DFH) Saarbrücken (Förderung)
- Laufzeit / Termine:
- Februar 2026 – Winter-Akademie, DHBW Heilbronn
- Juli 2026 – Sommer-Akademie, Université Marie et Louis Pasteur, IUT-NFC
- Februar 2027 – Winter-Akademie, DHBW Heilbronn
- Juli 2027 – Sommer-Akademie, Université Marie et Louis Pasteur, IUT-NFC
- Zielgruppe: Bachelor-Studierende im 2. Studienjahr
- Studiengang Wein – Technologie – Management (WTM)
- Studiengang BWL – Handel
- an beiden Hochschulstandorten
Inhaltliche Schwerpunkte
Im Rahmen der Akademien arbeiten die Studierenden in deutsch-französischen Tandem-Gruppen an Fragestellungen zu folgenden Themen:
- Marktsituation der Lebensmittelbranche (Fokus Wein) in Deutschland und Frankreich
- Handelskonzepte und Absatzkanäle in beiden Ländern
- Konsumentenverhalten in Deutschland und Frankreich
- Aktuelle Trends im Konsum- und Einkaufsverhalten
- Rolle von Kulinarik und Genusskultur im deutsch-französischen Vergleich
Im Fokus stehen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hinblick auf:
- Einstellungen und Haltungen
- Kauf- und Konsumverhalten
- Rollenbilder und Rituale
- Kommunikations- und Interaktionsweisen
Projektaufbau und Methodik
Die Studierenden arbeiten in deutsch-französischen Tandem-Teams, die vorab zugelost werden. Der Projektablauf umfasst:
1. Virtuelle Vorbereitung
- Erstes Kennenlernen via Videokonferenz
- Festlegung gemeinsamer Arbeitsweisen und Verhaltensregeln
- Rollenverteilung innerhalb der Gruppe
- Planung der weiteren Vorgehensweise und Definition von Meilensteinen
2. Praxisorientierte Projektarbeit
Das Format ist explizit feldorientiert und nicht an klassische Vorlesungssituationen gebunden. Typische Aktivitäten sind u. a.:
- Exkursionen in Weinbau- und Handelsbetriebe
- Store Checks im Lebensmitteleinzelhandel
- Konsumentenbefragungen und Marktbeobachtungen vor Ort
3. Reflexion und Auswertung
- Einstimmungsformate zu Beginn der Akademiephasen
- Laufende Reflexionsrunden zur kritischen Einordnung der Ergebnisse
- Gemeinsame Diskussion unterschiedlicher, ggf. konträrer Wahrnehmungen
- Interkulturelle Auswertung im deutsch-französischen Kontext
Durch die Verknüpfung von Theorie, Praxis und interkulturellem Austausch fördert das Projekt:
- Fachkompetenz in Weinwirtschaft, Handel und Marketing
- Methodenkompetenz durch projektorientiertes Arbeiten
- Interkulturelle und kommunikative Kompetenzen im deutsch-französischen Raum
