Vom OP als Anästhesietechnische Assistentin ins duale Studium: Bachelor ermöglicht neue Berufschancen
Alina Pfenninger arbeitet als Anästhesietechnische Assistentin bei den SLK-Kliniken am Klinikum am Plattenwald. Nach ihrer Ausbildung und der Weiterbildung zur Praxisanleiterin möchte sie nun den nächsten Schritt gehen: Mit dem Studium an der DHBW Heilbronn will sie ihr Fachwissen vertiefen, neue Perspektiven gewinnen und ihren beruflichen Weg aktiv weitergestalten. Im Interview erzählt sie, warum sie sich für den Studiengang entschieden hat, welche Herausforderungen sie erwartet und was ihren Beruf im OP ausmacht.
Was machen Sie aktuell beruflich?
Ich arbeite als Anästhesietechnische Assistentin bei den SLK-Kliniken, genauer gesagt am Standort Klinikum am Plattenwald. Dort bin ich seit Abschluss meiner Ausbildung in Vollzeit tätig. Meine Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin habe ich von 2020 bis 2023 ebenfalls bei den SLK-Kliniken absolviert.
Warum haben Sie sich für das Studium Medizintechnische Wissenschaften entschieden?
Ich habe bereits eine Weiterbildung zur Praxisanleiterin gemacht und gemerkt, dass ich mein Wissen gerne noch weiter ausbauen möchte. Der Studiengang bietet mir die Chance, meine Erfahrungen aus der Praxis mit neuen theoretischen Inhalten zu verbinden und mich fachlich sowie persönlich weiterzuentwickeln.
Wie sind Sie auf das Studienangebot aufmerksam geworden?
Ich habe mich zunächst selbst online informiert, welche Möglichkeiten es gibt, sich aufbauend auf meiner Ausbildung weiterzubilden. Zusätzlich wurde ich über die interne Kommunikation der Gesundheitsakademie der SLK-Kliniken auf das Studienangebot in Heilbronn aufmerksam. So kam für mich beides zusammen: das eigene Interesse und die passende Information zum richtigen Zeitpunkt.
Was empfinden Sie als größte Herausforderung, wenn man nach einer Ausbildung noch ein Studium anschließt?
Die größte Herausforderung wird für mich sein, mich wieder stärker auf theoretisches Lernen einzulassen. Nach der Ausbildung und dem direkten Einstieg in den Berufsalltag ist man sehr praxisorientiert unterwegs. Im Studium kommt es zusätzlich darauf an, sich gut selbst zu organisieren und Lernzeiten eigenständig zu strukturieren. Darauf muss man sich einstellen.
Was erwarten Sie vom Studium Medizintechnische Wissenschaften?
Ich möchte mein Wissen aus der Ausbildung und aus meiner bisherigen Berufspraxis weiter vertiefen. Gleichzeitig freue ich mich darauf, neue Themenbereiche kennenzulernen, die mir eine breitere Zukunftsperspektive ermöglichen. Wichtig ist mir auch, dass ich das Gelernte später in meine Abteilung einbringen kann – um sie bestmöglich zu unterstützen und weiterzuentwickeln.
Gibt es Inhalte oder Module, auf die Sie besonders gespannt sind?
Aktuell bin ich vor allem offen für alle Inhalte, die im Studium auf mich zukommen. Ich habe noch keinen konkreten Bereich, der mich mehr interessiert als andere. Gerade das macht es für mich spannend: neue Themen kennenzulernen und herauszufinden, welche Bereiche mir besonders liegen.
Viele können sich unter dem Beruf der Anästhesietechnischen Assistentin wenig vorstellen. Wie würden Sie Ihre Arbeit beschreiben?
Im Mittelpunkt steht die Vor- und Nachbereitung sowie die Unterstützung bei der Durchführung einer Narkose. Dabei geht es immer um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten.
Wir begleiten Menschen in einer oft ungewohnten und angespannten Situation – nämlich im OP. Das beginnt beim Einschleusen in den OP-Bereich, geht über die Betreuung während der Narkose bis hin zur Nachbetreuung im Aufwachraum. Man braucht dafür fachliches Wissen, Verantwortungsbewusstsein und gleichzeitig viel Einfühlungsvermögen.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag als anästhesietechnische Assistentin bei Ihnen aus?
Das hängt sehr von der jeweiligen Schicht ab. Im OP ist kein Tag exakt wie der andere. Je nach Einsatzbereich, Patientinnen und Patienten und geplanten Eingriffen unterscheiden sich die Abläufe. Gerade diese Abwechslung macht den Beruf für mich interessant.
Gibt es bereits Pläne, nach dem Studium mehr Verantwortung bei Ihrem Arbeitgeber zu übernehmen?
Konkrete Pläne gibt es aktuell noch nicht. Ich sehe in dem Studium aber großes Potenzial für meine weitere berufliche Entwicklung. Es eröffnet neue Möglichkeiten und kann eine gute Grundlage sein, um künftig mehr Verantwortung zu übernehmen.
Warum ist ein Studiengang wie Medizintechnische Wissenschaften Ihrer Meinung nach gerade jetzt wichtig?
Für Anästhesietechnische Assistentinnen und Assistenten gibt es bisher nur wenige Möglichkeiten, sich nach der Ausbildung weiterzubilden. Dabei ist die Medizin ein Bereich, der sich ständig weiterentwickelt und in dem qualifizierte Fachkräfte dringend gebraucht werden.
Gerade deshalb finde ich es wichtig, dass auch für Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen bessere Zukunftsperspektiven geschaffen werden – zum Beispiel durch Studiengänge wie diesen. Sie ermöglichen es, vorhandene Praxiserfahrung wissenschaftlich zu erweitern und neue berufliche Wege zu eröffnen.

