Soziale Arbeit goes KI: Was die erste duale Studentin vom neuen Studiengang erwartet und warum Heilbronn der richtige Ort dafür ist
Was verändert sich in der Sozialen Arbeit, wenn Management, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz mitgedacht werden? Mailin Gerstauer will genau das herausfinden: Gerade hat sie ihren Studienvertrag mit dem Diakonischen Werk Heilbronn unterschrieben, am 1. Oktober 2026 startet sie dann im neuen dualen Studiengang „Soziale Arbeit – Sozialmanagement, Digitalisierung und KI“ an der DHBW. „Ich möchte lernen, wo Technik sinnvoll entlasten kann – und wo der Mensch unersetzlich bleibt.“ Im Interview erzählt Mailin, worauf sie sich im Studium freut und warum der Studiengang besonders für junge Menschen aus der Region spannend ist.
1. Was hat dich motiviert, dich für den neuen Studiengang an der DHBW zu entscheiden?
Nach meiner Ausbildung zur Fachkraft für Heilerziehungspflege habe ich schnell gemerkt: Soziale Arbeit ist viel mehr als die direkte Arbeit mit Menschen. Im Berufsalltag kamen Themen wie Hilfeplanung, Dokumentation, Organisation und Abstimmung mit anderen Stellen dazu. Genau diese Schnittstelle zwischen Mensch, Struktur und Verantwortung hat mich neugierig gemacht. Der Studiengang gibt mir die Chance, meine Praxiserfahrung weiterzuentwickeln und Soziale Arbeit aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
2. Was hat dich an der Kombination aus Sozialer Arbeit, Sozialmanagement, Digitalisierung und KI besonders angesprochen?
Mich reizt, dass der Studiengang nicht nur fragt, wie man Menschen unterstützt, sondern auch, wie soziale Einrichtungen gut funktionieren. Sozialmanagement hilft dabei, Abläufe, Entscheidungen und Verantwortung besser zu verstehen. Digitalisierung und KI machen das Ganze zukunftsorientiert, weil sie auch im sozialen Bereich immer wichtiger werden. Ich möchte lernen, wo Technik sinnvoll entlasten kann – und wo der Mensch unersetzlich bleibt.
3. Worauf freust du dich schon am meisten?
Ich freue mich darauf, Theorie und Praxis direkt miteinander zu verbinden. Viele Situationen kenne ich schon aus dem Arbeitsalltag, jetzt möchte ich die Hintergründe besser verstehen. Besonders spannend wird für mich die Praxis beim Diakonischen Werk Heilbronn, unter anderem in der Sozial- und Schwangerschaftsberatung. Heilbronn ist für mich dafür der richtige Ort, weil hier soziale Praxis, ein moderner Bildungscampus und Zukunftsthemen wie Digitalisierung und KI zusammenkommen. Außerdem freue ich mich auf neue Leute, kurze Wege auf dem Campus und darauf, Teil des ersten Jahrgangs dieses Studiengangs zu sein.
4. Welche Chancen siehst du für Digitalisierung und KI in der Sozialen Arbeit?
In sozialen Berufen geht viel Zeit für Dokumentation, Planung und Organisation drauf. Wenn digitale Tools oder KI hier unterstützen, bleibt im besten Fall mehr Zeit für die Arbeit mit den Menschen. Gerade in sensiblen Beratungsfeldern muss aber klar sein: Technik darf unterstützen, nicht ersetzen. Empathie, Vertrauen und persönliche Beratung bleiben zentral.
5. Warum sollten sich junge Menschen aus der Region den Studiengang genauer anschauen?
Der Studiengang passt zu allen, die gerne mit Menschen arbeiten und verstehen wollen, was hinter den Kulissen sozialer Einrichtungen passiert. Für junge Menschen aus der Region ist Heilbronn besonders spannend, weil es hier viele soziale Einrichtungen und Beratungsangebote gibt, die Fachkräfte brauchen. Gleichzeitig ist der Bildungscampus ein moderner Ort, an dem Zukunftsthemen wie Digitalisierung und KI eine große Rolle spielen. So kann man in der eigenen Region studieren, Praxiserfahrung sammeln und daran mitarbeiten, Soziale Arbeit weiterzuentwickeln.

