Preisträger Alfred Remmele Conde studiert BWL- Food Management und arbeitet bei der Metzgerei Häfele.
Preisträger Alfred Remmele Conde studiert BWL- Food Management und arbeitet bei der Metzgerei Häfele.
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Förderpreis der Deutschen Fleischwirtschaft 2021 geht an DHBW-Studenten

Förderpreis der Deutschen Fleischwirtschaft 2021 geht an DHBW-Studenten

08. Dezember 2020

Der Förderpreis der Deutschen Fleischwirtschaft wird jährlich an engagierte ambitionierte Talente aus der Fleischbranche verliehen. Der Preis wurde im Rahmen des digital stattfindenden Deutschen Fleisch Kongress am 17./18. November 2020 überreicht. Einer der beiden Preisträger ist Alfred Remmele-Conde. Er studiert BWL-Food Management an der DHBW Heilbronn und arbeitet beim Dualen Partner der ersten Stunde, der Metzgerei Häfele. Die Juroren begründeten ihre Wahl folgendermaßen: „(Die Preisträger) …. beeindruckten die hochkarätige Jury aus Branchenexperten mit ihrem Engagement, Qualifikation, Kreativität und Kompetenz.“ Remmele-Conde stammt aus Guatemala und wird 2022 wieder in sein Heimatland zurückkehren, im Gepäck Praxis- und Theoriewissen aus Deutschland.

Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von 3.000 Euro für Ihre Weiterbildung. Wie werden Sie das Preisgeld verwenden?
Vom Preisgeld werde ich eine Weiterbildung zum Metzgermeister und Fleischsommelier zahlen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag bei Ihrem Dualen Partner aus? Welche Aufgabengebiete verantworten Sie?
Ich bin gelernter Metzger, daher beschäftige ich mich oft mit der Schlachtung, der Zerlegung, der Wurstproduktion und dem Verkauf. Oft bin ich auch auf den Wochenmärkten unterwegs, im Büro mache ich Verkaufsanalysen und beschäftige mich ein wenig mit der Buchhaltung.

Wie haben Sie zu Ihrem Beruf und dem Studium gefunden?
Ich komme aus einer Metzgerfamilie. Mein Vater führt unseren Familienbetrieb in fünfter Generation in Guatemala-Stadt. Nach meiner Ausbildung wollte ich unbedingt studieren. Mit meinem Dualen Partner Häfele und der DHBW Heilbronn hat es einfach perfekt gepasst. In meiner ersten Projektarbeit habe ich mich mit „Lateinamerikanischen Special Cuts“ beschäftigt, die hier in Deutschland noch nicht so populär sind. In meinem Folgeprojekt geht es daher darum, diese Cuts an deutschen Fleischtheken bekannter zu machen. 

Was gefällt Ihnen am Dualen Studium?
Mir gefällt alles hier, ich bin sehr zufrieden. Ich komme aus einem Land, in dem nicht jeder die Chance hat zu studieren und für die, die es schaffen, ist es sehr teuer. Und ich werde hier quasi dafür bezahlt! Ich finde es super, dass ich Theorie- und viel Praxiswissen erwerbe und gleichzeitig dabei Geld verdiene. Ich bin in den Campus verliebt!

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Nach meinem Studium will ich in Deutschland den Metzgermeister machen, mich zu Fleischsommelier weiterbilden und verschiedene Praktika in deutschen Fleischerbetrieben absolvieren. 2022 möchte ich gern zurück nach Guatemala gehen und dort unsere Familienmetzgerei übernehmen.

Wie schätzen Sie momentan die Lage in der Fleischbranche ein?
Gerade ist alles relativ schwer, die vielen Kritiken und negativen Nachrichten helfen nicht wirklich. Trotzdem hat Corona gezeigt, dass wir notwendig sind. Meiner Meinung nach hat jeder, der sich in der Fleischbranche engagiert, eine hohe Wahrscheinlichkeit erfolgreich zu werden.

Was machen Sie um zu entspannen?
Ab und zu trete ich mit meiner Gitarre und Ukulele in Stuttgart auf. Ich mag es auch, Fußball und Volleyball mit meinen Freunden zu spielen.

Was schätzen Sie am meisten an Ihrem Arbeitgeber?
Am meisten schätze ich die Unterstützung und die persönliche Beratung der Familie Häfele.

Erzählen Sie kurz etwas über sich.
Ich bin im November 2017 mit 18 Jahren nach Deutschland gekommen; ich hatte gerade mein Abitur an einer deutschen Schule in Guatemala-Stadt abgelegt. Ich bin, wie gesagt, sehr glücklich über die Chancen, die sich mir hier bieten. Ich bin sehr gern unterwegs und genieße die drei Monate, die ich in Heilbronn verbringen darf.