Das europäische Bildungsforschungsprojekt "BEEHiVES" untersuchte, wie sich die Beschäftigungsfähigkeit von Studierenden steigern lässt

Erstes EU-gefördertes Forschungsprojekt der DHBW erfolgreich abgeschlossen

Erstes EU-gefördertes Forschungsprojekt der DHBW erfolgreich abgeschlossen

29. Mai 2019

Seit fünf Jahren erforscht die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heilbronn die europäische und nationale Bildungslandschaft. Jetzt konnte das erste Erasmus+Projekt unter Leitung der DHBW Heilbronn mit einem Projektvolumen von 377.793 Euro erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dem Projekt BEEHiVES (Boosting European Exchange on Higher VET and Employer Involvement in Education Structures) hatte erstmals ein DHBW-Standort den Zuschlag für ein europäisches Bildungsforschungsprojekt erhalten.

Forschungsthema: Beschäftigungsfähigkeit von Studierenden steigern

Im Rahmen des Projektes BEEHiVES entwickelten die Forscher eine Online- Toolbox, welche Methoden und Erfolgsfaktoren für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und Studierenden beschreibt. Projektziel war es, die Kollaboration zwischen Hochschulen, Unternehmen und Studierenden zu intensivieren und damit langfristig die Beschäftigungsfähigkeit von Studierenden nach dem Hochschulabschluss zu erhöhen.

Vergleich der europäischen Bildungslandschaft

Die DHBW Heilbronn erforschte in diesem Projekt zusammen mit sechs europäischen Partnern die tertiäre Bildungslandschaft in Deutschland, Flandern, England, Dänemark, Tschechien und dem Baskenland. Aus allen sechs Ländern befragte das Forscherteam Hochschulen, Unternehmen und Studierende, um die Stellschrauben für die Beschäftigungsfähigkeit und dem unternehmerischen Verhalten der Studierenden zu identifizieren. Dafür fanden mehr als 600 Interviews mit den drei Stakeholdergruppen „Hochschule – Unternehmen – Studierende“ statt. Zudem führten die Projektbeteiligten Workshops in sechs europäischen Ländern durch und erstellten Bildungsprofile, die in einem umfassenden Bericht zusammengefasst wurden.

Enger Austausch zwischen Studierenden, Unternehmen und Hochschulen fördert die Employability

Das Benchmarking der europäischen Bildungslandschaft zeigte, dass sich Studierende mehr Einfluss im Prozess der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen, ein aktives Alumninetzwerk und ein besseres Feedback zu den eigenen Fähigkeiten und Kenntnissen vor und nach dem Studium wünschen. Zudem ergaben die Forschungen, dass externe Dozenten die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis erleichtern.

„Die Ergebnisse des Forschungsprojektes zeigen, dass wir mit unserem dualen Studienmodell und dem engen Austausch mit unseren Dualen Unternehmenspartnern bereits sehr gut aufgestellt sind, um die Beschäftigungsfähigkeit unserer Absolventen sicherzustellen. Das zeigt sich auch daran, dass 80 Prozent unserer Absolventen direkt nach dem Studienabschluss in ihrem Ausbildungsunternehmen weiterbeschäftigt werden.“, freut sich Prof. Dr. Nicole Graf, Rektorin der DHBW Heilbronn.

Die Ergebnisse stellte das Projektteam im Juni 2018 auf der internationalene Bildungskonferenz „Creating Relevant Learning Experiences; employers’ involvement with higher education“ im belgischen Löwen vor. Die Toolbox sowie der Bericht “Implementation and Mainstreaming Guidelines for the Strategic Triangle” sind hier kostenfrei zugänglich:

https://strategictriangle.beehives.de/

https://beehives.de/wp-content/uploads/2018/10/Output-4-Implementation-and-Mainstreaming-Guidelines.pdf