Der erste Heilbronner Preisträger des mit 1.000 Euro dotierten Preises der Stiftung „Wirtschaft und Ethik“ war Handelsstudent Florian Wolsiffer. In seiner Bachelorarbeit beschäftigte sich Wolsiffer mit dem Thema der Reduktion von Lebensmittelverschwendung im Lebensmittelhandel. Die Hälfte seines Preisgeldes spendete der Preisträger an die Initiativen Food Sharing und Slow Food. Stiftungsgründer und Ex-IBM-Deutschland-Chef Dr. Manfred Wahl überreichte die Urkunde.
Der erste Heilbronner Preisträger des mit 1.000 Euro dotierten Preises der Stiftung „Wirtschaft und Ethik“ war Handelsstudent Florian Wolsiffer. In seiner Bachelorarbeit beschäftigte sich Wolsiffer mit dem Thema der Reduktion von Lebensmittelverschwendung im Lebensmittelhandel. Die Hälfte seines Preisgeldes spendete der Preisträger an die Initiativen Food Sharing und Slow Food. Stiftungsgründer und Ex-IBM-Deutschland-Chef Dr. Manfred Wahl überreichte die Urkunde.

Stiftungsgründer und ehemaliger IBM-Vize Dr. Manfred P. Wahl mit 95 Jahren gestorben

Stiftungsgründer und ehemaliger IBM-Vize Dr. Manfred P. Wahl mit 95 Jahren gestorben

01. Oktober 2021

Am 21. August 2021 ist Dr. Manfred Wahl im engsten Familienkreis verstorben. Seit der ersten Graduierung 2014 wird an der DHBW Heilbronn der Preis der Stiftung an Absolvent*innen verliehen, die sich in ihrer Bachelorthesis mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Wirtschaft auseinandergesetzt haben. „Die DHBW Heilbronn hat mit dem Tod von Dr. Manfred Wahl eine einflussreiche Stimme verloren. Durch seine Stiftungsarbeit hat er ein wichtiges Zeichen gesetzt - für vergangene und kommende Generationen von Studierenden – sich intensiv mit ethischen Fragen auseinander zu setzen“, trauert Rektorin Prof. Dr. Nicole Graf.

Nach dem Besuch der Schule studierte Wahl von 1946 bis 1950 Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Hochschule in Stuttgart und erwarb dort den Grad eines Diplom-Volkswirts. 1952 promovierte er an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zum Dr. rer.pol. Danach trat er in die IBM ein und war dort u.a. in Paris, Genf, New York und Sindelfingen tätig. 1957 wurde er Assistent des Betriebsdirektors von IBM-Deutschland, 1961 Leiter der gesamten Verkaufsplanung von IBM in New York. 1964 übernahm er den Posten des stellvertretenden Generaldirektors der deutschen Niederlassung des weltgrößten Computer-Konzerns, 1972 wurde er dann Vizepräsident der IBM mit Sitz in Paris.

1958 absolvierte er einen Management-Lehrgang in Lausanne. Dort gelangte er – entgegen der in Deutschland vorherrschenden Meinung – die Überzeugung, dass Führung erlernbar sei. Mit 39 Jahren tauschte er seinen Managersessel gegen den Lehrstuhl an der Technischen Universität Karlsruhe. Damit war er 1964 der erste und einzige deutsche Unternehmer, der Management nicht nur praktizierte, sondern auch lehrte.

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise gründete er mit seiner Frau Marianne die Stiftung „Wirtschaft und Ethik“. Ziel der Stiftung ist es, jungen Führungskräften die Erkenntnis und Überzeugung zu vermitteln, dass sich wirtschaftliches Handeln und die Einhaltung ethischer Normen nicht ausschließen, sondern ergänzen und für einen nachhaltigen unternehmerischen Erfolg wesentlich sind.

Sinn und Zweck der von Wahl gegründeten Stiftung ist heute aktueller denn je: Die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Erfolg und Nachhaltigkeit ist neben der Digitalisierung die größte Herausforderung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Die Tochter des Stiftungsgründers Patricia Wahl wird sein Vermächtnis und seine Arbeit im Sinne ihres Vaters weiterführen.