Sportbusinesstalk an der DHBW Heilbronn mit prominenten Gästen aus der Welt des Sports
Moderator Lucas Ring, Frank Stäbler, Thomas Röttgermann, Yannick Erkenbrecher und Thomas Krücken (von links) gaben den Zuschauern nicht nur interessante Einblicke hinter die Kulissen des Profisports, sondern hatten bei der Podiumsdiskussion auch selbst viel Spaß. (Bild: Julius Kunold)

Sportprominenz zu Gast an der DHBW Heilbronn

Sportprominenz zu Gast an der DHBW Heilbronn

17. Juni 2019

Vier prominente Persönlichkeiten aus dem Sportbusiness waren im Rahmen des "Sportmanagement Deutschland Cup 2019" zu Gast an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heilbronn: Thomas Röttgermann (Vorstandsvorsitzender Fortuna Düsseldorf), Sky-Moderator Yannick Erkenbrecher, Thomas Krücken (Leiter Nachwuchszentrum 1. FSV Mainz) sowie Frank Stäbler (dreifacher Weltmeister und Bundesliga-Ringer der RED DEVILS Heilbronn). Sie berichteten beim "Sportbussiness-Talk" über ihre Karrieren. Eingeladen hatten sieben Studierende des Studiengangs BWL-Dienstleistungsmanagement mit Schwerpunkt Sportmanagement. Gemeinsam mit Studiengangsleiter Prof. Dr. Dirk Schwarzer hatten sie den Sportmanagement Deutschland-Cup 2019 ausgerichtet.

Fußball Bundesliga: "Wir richten uns nicht nach dem Mainstream"

Nach einem Auftritt des Fußball-Freestylers Patrick Bäurer gab Thomas Röttgermann den über 200 Zuschauern in seinem Vortrag Einblicke in Philosophie und Visionen des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf. "Wir richten uns nicht nach dem Mainstream, sondern gehen bei der Ausrichtung des Vereins eigene Wege. Fortuna verkörpert einen besonderen Spirit, den wirauch weiterhin leben werden", berichtete Röttgermann.

Praktika als Grundlage für spätere Karrieren

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion fühlte Moderator Lucas Ring, Projektleiter des Sportmanagement Deutschland Cup 2019, seinen Gästen vor allem in Sachen Karriereplanung auf den Zahn. Yannick Erkenbrecher und Thomas Krücken erzählten, dass sie durch zahlreiche Praktika während des Studiums die Grundlagen für ihre heutigen Positionen gelegt hätten. "Du kannst dein Studium mit einem noch so tollen Notenschnittbeenden. Wenn du dir vorher keine Praxiserfahrung geholt hast, fängst du nach dem Abschluss trotzdem bei null an", sagte Erkenbrecher. "Deshalb habe ich während der Semesterferien bei verschiedenen Medien reingeschnuppert."

Thomas Krücken hatte es während seiner Semesterferien unter anderem nach England gezogen. "Ich hatte eine Praktikumsstelle bei Manchester United bekommen. Die hatten sich aber nicht wirklich für den Praktikanten interessiert. Deshalb habe ich nach ein paar Tagen bei Manchester City vorgesprochen und durfte dort gleich für den Nachwuchs ein Training gestalten. Davon waren sie so begeistert, dass sie mich gleich zum Trainer der E-Jugend gemacht haben. Das war die Grundlage zu meiner beruflichen Laufbahn", so der künftige Nachwuchs-Chef des VfB Stuttgart.

Berufsausbilung neben dem Sport

Frank Stäbler berichtete von mühsamen Jahren, in denen er sich gegen den einfachen Weg über die Sportförderung der Bundeswehr entschieden hatte. "Ich hätte mein vertrautes Umfeld und die perfekten Trainingsbedingungen verlassen müssen, und das wollte ich nicht. Deshalb habe ich zuhause in Musberg erst eine Ausbildung zum Bürokaufmann und dann noch eine zum Fachinformatiker gemacht - parallel zu zehn Trainingseinheiten pro Woche. Das war eine harte Zeit, die mich geformt hat. Ich habe bewiesen, dass man auch parallel zur Ausbildung Weltmeister werden kann", sagte Stäbler stolz. Gleichzeitig verriet er: "Ich möchte 2020 meine Karriere mit dem Olympiasieg beenden. Diesem Ziel ordne ich alles unter."

Die Zuschauer - Teilnehmer des Sportmanagement Deutschland Cup und Studierende von DHBW, Reinhold-Würth Hochschule Künzelsau, Deutscher Sporthochschule Köln, Rhein-Ahr Campus Remagen und Bodensee-Campus Konstanzsowie Sponsoren und Ehrengäste - zeigten sich von den Ausführungen der Gäste beeindruckt. Diese standen nach dem Ende der Podiumsdiskussion noch für Fragen und Selfies zur Verfügung.