Prof. Dr. Dirk Schwarzer moderiert die Podiumsdiskussion zwischen Erwin Staudt und Jochen A. Rotthaus
Prof. Dr. Dirk Schwarzer moderiert die Podiumsdiskussion zwischen Erwin Staudt und Jochen A. Rotthaus

Podiumsdiskussion mit Erwin Staudt und Jochen A. Rotthaus

Podiumsdiskussion mit Erwin Staudt und Jochen A. Rotthaus

07. Dezember 2011

Ganz besondere Gäste saßen am gestrigen Nikolausabend auf dem Podium beim ersten Studium Generale am Campus Heilbronn der Dualen Hochschule Baden-Württemberg: Erwin Staudt, ehemaliger Präsident des Bundesligisten VfB Stuttgart, der momentan als möglicher Nachfolger von Theo Zwanziger als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gehandelt wird, und Jochen A. Rotthaus, Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim. In der Podiumsdiskussion sprachen die Sport- und Managementexperten nicht nur über den „König Fußball“, sondern auch darüber, was andere Betriebe vom Sport lernen können. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Dirk Schwarzer, Studiengangsleiter Dienstleistungsmanagement-Sportmanagement am Campus Heilbronn und sportlicher Leiter der Heilbronn Open.

Im Prinzip sei ein Fußballverein nicht anders als ein normales mittelständisches Unternehmen zu führen, erklärte Erwin Staudt den über 300 Studierenden und Gästen. „Unser Vertrieb muss die Rechte verkaufen, unsere Spieler entsprechen der Produktion und unsere Research and Development-Abteilung ist unsere Jugendabteilung“. Im Prinzip passiere hinter den Kulissen „nichts Abenteuerliches“. Das Besondere sei allerdings das Produkt. „Um unser Produkt kümmern sich Millionen von Menschen.“  Moderator Prof. Dr. Dirk Schwarzer hakte nach, wie denn der nachhaltige Erfolg eines so enttäuschungsanfälligen Produktes sichergestellt werden könne. Jochen A. Rotthaus sieht gerade in diesem Überraschungsfaktor die größte Chance. Wie bei einem Überraschungsei müsse die Qualität der Schokolade, also des Business-Modells, verlässlich hoch sein. Der emotionale Kern aber, der Fußball, sorge dann für ein Überraschungsmoment, das für niemanden vorhersehbar sei. „Wenn die Mannschaft gewinnt, sind die Menschen glücklich und fühlen sich bestätigt. Wenn die Mannschaft verliert, gehen sie das nächste Wochenende wieder zum Spiel, weil sie hoffen, dass es dann gelingt.“