Planspiel im Allgäu

Planspiel im Allgäu

11. März 2014

Seit Herbst 2012 arbeitet der Campus Heilbronn der DHBW Mosbach in einem Pilotprojekt eng mit dem Heilbronner Robert-Mayer-Gymnasium (RMG) zusammen. In einem anspruchsvollen Industrie-Planspiel vermitteln DHBW-Professoren den Schülern betriebswirtschaftliche Kompetenzen.

Die 14 bis 16-jährigen Gymnasiasten der Klassen 9d und 10d nahmen an einer studentischen Exkursion nach Scheiddeg ins Allgäu teil, aber nicht zum Skifahren, sondern als virtuelle Unternehmer in dem TOPSIM-Industrieplanspiel. Mit dabei waren Studiengangsdekanin Konsumgüter-Handel Prof. Dr. Beate Scheubrein und Prof. Dr. Frank Deser vom Campus Mosbach, der den Studiengang BWL-Industrie leitet. Scheubrein ist begeistert vom Leistungswillen der jungen Leute. »Durch die interaktive Form entsteht ein spielerischer Konkurrenzkampf. Das motiviert Schüler und Studierende bis in den Abend hinein.«

Ziel des Planspiels war es, einen imaginären Produzenten von Farb- und Schwarzweiß-Kopierern über mehrere Jahre hinweg zu einer positiven Bilanz zu führen. Gymnasiasten und Studierende arbeiteten in gemischten Kleingruppen. Dabei mussten sie – wie im wirklichen Managementalltag – komplexe Entscheidungen treffen, die alle Bereiche des Unternehmens von der Fertigung bis hin zum Vertrieb abbilden. »Das Planspiel ist eine tolle Erfahrung, die praktische Anwendung des Wissens eine gelungene Abwechslung zur Theorie«, so Pascal Schumann, DHBW-Student im vierten Semester.

Durch die Kooperation werden Schüler und Schülerinnen bereits in der Schulzeit für betriebswirtschaftliche Themen sensibilisiert und verstehen, dass der Lehrstoff die DHBW-Studierenden auf Aufgaben in der realen Wirtschaft vorbereitet. Gerade wegen der verkürzten gymnasialen Laufbahn ist es wichtig, Studieninhalte früh erfahrbar zu machen und so die Studienwahl zu erleichtern. Prof. Dr. Nicole Graf, Leiterin des Heilbronner DHBW-Campus meint: »Beim Planspiel greifen Theorie und Praxis nahtlos ineinander. Diese Erfahrung ist beispielhaft für das duale Studienkonzept.«