Style Boards inspirieren und sorgen für Zusatzverkäufe. (fotolia)

Neue Textilmanagement-Studie zum Einsatz von Tablet-Computern am Point-of-Sale

Neue Textilmanagement-Studie zum Einsatz von Tablet-Computern am Point-of-Sale

11. März 2015

Die neue Studie der DHBW Heilbronn und Cap Gemini „Jedem Verkäufer ein Tablet?“ zeigt Szenarien zur innovativen Gestaltung des Verkaufsprozesses mit Hilfe von Tablets.

Tablet-Computer können dafür sorgen, dass Verkäufer in der Filiale schneller und effizienter arbeiten. In Großbritannien und den USA sind Tablets im Verkauf bereits weit verbreitet, aber auch deutsche Händler und Textilunternehmen starten den Einsatz auf der Verkaufsfläche. Dazu zählen unter anderem Sportscheck und Kaufhof. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Unterstützung des Verkäufers bei Bedienung und Beratung. Darüber hinaus zeigt die Studie innovative Ansätze zur Neugestaltung von Kundenbindungsprogrammen, zur Umsetzung von Multichannel-Strategien und zur Reorganisation warenwirtschaftlicher Prozesse mit Hilfe von Tabletcomputern auf.

Fakt ist: Gerade beim Thema Multichannel bietet das Tablet viele Möglichkeiten. So gab ein Großteil der im Rahmen der Studie befragten Probanden an, einen Artikel auch direkt im Ladengeschäft online zu bestellen, falls er dort nicht in der richtigen Farbe  (78 %) oder in der richtigen Größe (71%) verfügbar ist. Tablets bieten gerade im Bekleidungseinzelhandel zahlreiche Möglichkeiten, verpasste Umsatzchancen zu verringern. So gaben beispielsweise in von uns durchgeführten Store Exit Interviews 54% der Kunden mit Kaufabsicht an, nichts gekauft zu haben, weil sich nichts Passendes gefunden habe. Dieses enorme Potenzial lässt sich zumindest teilweise über „Endless Aisle Anwendungen“ ausschöpfen. Auch hierbei spielen Tablets eine zentrale Rolle.

Prof. Dr. Oliver Janz, Studiengangleiter Textilmanagement an der DHBW Heilbronn und Co-Autor der Studie, über die Zukunft am Point of Sale: „Gerade bei der Kundenbindung kann der stationäre Einzelhändler im Wettbewerb mit dem Onlinehandel punkten. Clienteling nutzt diesen Wettbewerbsvorteil, um den Kunden persönlich, von Mensch zu Mensch, anzusprechen und wirklich individuell zu betreuen.“