Freuen sich über die gelungene Kooperation - vlnr: Prof. Dr.-Ing. Oliver Lenzen (HHN), Prof. Reinhold R. Geilsdörfer (DSS), Barbara Tasch (TUM Campus Heilbronn gGmbH), Prof. Dr. Tomas Bayon (GGS) und Prof. Arnold van Zyl (DHBW)
Sieben Verträge, vier Hochschulleitungen, eine gemeinsame Bibliothek
Stellen die neue gemeinsame Bibliothek vor: Kathrin Flohr (DHBW) und Rahel Zoller (HHN)
Blick ins Foyer der gemeinsamen Bibliothek LIV - Lernen.Informieren.Vernetzen.
Im 1. OG: Hier wird die Lernwelt entstehen
Ein Lichthof über sechs Stockwerke

Gemeinsame Hochschulbibliothek öffnet am 01. Oktober 2019

Gemeinsame Hochschulbibliothek öffnet am 01. Oktober 2019

13. September 2019

Es ist das neue, weithin sichtbare Glanzstück der Hochschulstadt Heilbronn, das zugleich für eine einzigartige Kooperation der am Bildungscampus in Heilbronn ansässigen Hochschulen steht: Das Zentralgebäude der gemeinsamen Hochschulbibliothek „LIV – Lernen. Informieren. Vernetzen." Heute unterzeichneten Vertreterinnen und Vertreter der Hochschule Heilbronn (HHN), der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) mit dem Standort Heilbronn und dem Center for Advanced Studies (CAS), der German Graduate School of Management and Law gGmbH (GGS) und der Technischen Universität München Campus Heilbronn gGmbH die Träger- bzw. Kooperationsvereinbarung.

Zum gesamten Bibliotheksnetzwerk „LIV“ zählen neben dem Zentralgebäude die Hochschulbibliotheken in Heilbronn-Sontheim, Schwäbisch Hall und Künzelsau.

Im neuen Zentralgebäude am Bildungscampus sorgen moderne Raumkonzepte, hochwertige und umfassende Medienangebote sowie ein erstklassiger Service für eine einzigartige neue Atmosphäre des Lernens, des Arbeitens und der Begegnung.

Lernen: Individuell oder kollaborativ
Das neue Zentralgebäude ist das Herzstück der hochschulübergreifenden Kooperation, das am 1. Oktober erstmals seine Türen öffnet. Die Erstausstattung mit Mobiliar wurde durch die Dieter Schwarz Stiftung finanziert. Der Glaswürfel mit seinen sechs Stockwerken hält neue Lern- und Arbeitswelten bereit. Neben ruhigen Einzelarbeitsplätzen stehen Gruppenarbeitsplätze, geschlossene Räume sowie eine großzügige Lernwelt mit Sofas und Sitzgruppen zur Verfügung, die es den Nutzer*innen durch eine flexible Möblierung ermöglicht, eigene Arbeitsszenarien zu kreieren. Neben den insgesamt 600 Einzel- und kollaborativen Lern- und Arbeitsplätzen sollen Entspannungszonen und Lounges zum Verweilen und Ausprobieren einladen.

Informieren: Öffnungszeiten rund um die Uhr
Auf ca. 170.000 gedruckte Medien wie Bücher und Zeitschriften können die Nutzer*innen der gemeinsamen Bibliothek LIV zugreifen, hinzukommen ca. 140.000 E-Books und 50.000 E-Journals. Informations- und Beratungstheken sollen beim Suchen und Finden von Informationen unterstützen. Im Self-Service-Bereich der neuen Zentralbibliothek können Medien rund um die Uhr abgeholt und zurückgegeben werden.

Vernetzen: Bibliothek als Third Place
Die gemeinsame Hochschulbibliothek LIV soll ein hoch vernetzter Ort des Wohlbefindens und zugleich zu einem Co-Working und Co-Learning Space werden. Als Begegnungsort soll sie die Hochschulangehörigen und die Hochschulen miteinander vernetzen. Im E-Medienlabor können künftig Professor*innen und Mitarbeiter*innen Lehrfilme drehen und Vorlesungen einsprechen, um sie beispielsweise als E-Learning-Angebote bereitzustellen. Dafür stehen verschiedene Räumlichkeiten zur Verfügung: ein Produktionsraum mit festem Videosetting, Schnitt-, bzw. Medienarbeitsplätzen und einem Greenscreen zur hochschulspezifischen Nachbearbeitung sowie ein Self-Service-Videoarbeitsplatz mit einem Aufnahmeset für Produktionen in Eigenregie.

Ausblick: Fluide Bibliothek
In einem eigenen Testareal wird LIV außerdem das Konzept der „fluiden Bibliothek“ erproben: Bücher haben dann keinen festen Platz mehr im Regal, sondern können an einer beliebigen Stelle entnommen und zurückgestellt werden. Antennen an den Bücherregalen erkennen, wo genau das Buch liegt und geben die Information weiter ans Bibliotheksnetzwerk. So findet der/die nächste Nutzer*in im Onlinekatalog immer den aktuellen Standort des Buches. Über virtuelle Wegweiser gelangt er/sie schließlich zum gesuchten Werk. Der Vorteil: Nutzer*innen werden auf den Online-Katalog verwiesen, in dem sie neben dem Printmedium auch gleich die elektronische Literatur zum Thema erhalten. Außerdem werden moderne Mediennutzungsgewohnheiten auf die Bibliothek übertragen.