Die diesjährige Preisträgerin Yuliya Dergunova bleibt auch nach dem Studium auf der Überholspur in Richtung Master.
v.l.n.r. Prof. Dr. Ralph Scheubrein, akademischer Leiter des International Office, Diana Söhner, Erasmus-Koordinatorin, Yulia Dergunova, Prof. Dr. Yvonne Zajontz, Studiengangleiterin Medien und Kommunikation

Ein Leben außerhalb der Komfortzone

Ein Leben außerhalb der Komfortzone

21. November 2017

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wurde 2017 an die DHBW-Absolventin Yuliya Dergunova verliehen.

Yuliya Dergunova war eine der wenigen grundständigen Studierenden mit ausländischem Pass an der DHBW Heilbronn und eine Ausnahme-Studentin. Die junge Frau studierte Dienstleistungsmanagement mit Vertiefung Medien und Kommunikation und hat ihren Preis auf der diesjährigen Graduierungsfeier von Prorektor Prof. Dr. Otto Weidmann und Studiengangleiterin Prof. Dr. Yvonne Zajontz empfangen. Der DAAD vergibt die Auszeichnung an jeder deutschen Hochschule an jeweils eine reguläre Studentin oder einen Studenten aus dem Ausland und honoriert nicht nur die akademischen Leistungen, sondern auch das gesellschaftliche Engagement. Seit ihrem Umzug nach Deutschland lernte Dergunova nicht nur die deutsche Sprache im Eiltempo, sondern absolvierte auch das duale Intensivstudium innerhalb von drei Jahren. Neben ihrem Studienalltag engagierte sie sich für ältere Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung.

Vier Fragen an unsere Preisträgerin:

1. Welche Pläne haben Sie für Ihre berufliche Zukunft?

Seit dem 01.10.2017 bin ich bei meinem Dualen Partner, der DATEV eG, fest angestellt. Ab März 2018 möchte ich gerne nebenberuflich einem Masterstudium nachgehen. Dadurch erhoffe ich mir eine Vertiefung der bisher erlangten Kenntnisse im Bereich der Betriebswirtschafslehre und nach Möglichkeit einen erneuten Auslandsaufenthalt im Rahmen des Studiums.

2. DAAD-Stipendiaten werden für ihr gesellschaftliches Engagement gefördert. Wie engagieren Sie sich?

Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit war ich im Bereich der Betreuung und Haushaltsunterstützung für ältere, körperlich beeinträchtigte und/oder demenzkranke Menschen tätig. Durch die Ausübung dieses Ehrenamtes erlangte ich eine völlig neue Sicht in viele kritische Lebensbereiche der von mir betreuten Menschen. Diese Erfahrung hat mir deutlich gemacht, wie wichtig und entscheidend das freiwillige Engagement für Hilfebedürftige und auch für die eigene Entwicklung ist.

3. Bleibt Ihnen neben dem Studium noch Zeit für Hobbies?

Ich denke es ist wichtig, sich ganz bewusst die Zeit für seine Hobbies neben dem Studium zu nehmen. Nur so gelingt ein gesunder Ausgleich, der Kraft und Motivation für ein erfolgreiches und glückliches Leben spendet. Bei mir ist es ganz eindeutig das Verreisen, Handwerkeln, Wandern und neue Sprachen erlernen.

4. Was war ihre schönste Erfahrung im dualen Studium?

Zu der schönsten Erfahrung im dualen Studium zählt für mich das Auslandssemester in Sevilla, was nicht nur am grandiosen Wetter liegt. Für vier Monate tauchte ich in eine großartige Kultur ein, lernte unheimlich viele interessante Menschen aus aller Welt kennen und bereiste viele Orte Andalusiens sowie Portugals. Ich kann jedem Studenten nur ans Herz legen diese Möglichkeit zu nutzen und sich auf das Abenteuer „Auslandssemester" mit voller Vorfreude einzulassen! Denn das Leben beginnt schließlich außerhalb der Komfortzone!