Akademischer Leiter des International Office, Prof. Dr. Ralph Scheubrein, überreicht Elsa Rotluff ihre Urkunde
Freut sich über den mit 1.000 Euro nomminierten DAAD-Preis: Elsa Rotluff. V.l.n.r.: Prof. Dr. Ralph Scheubrein, Elsa Rotluff, Diana Söhner, Erasmus-Koordinatorin des International Office

DAAD-Preisträgerin Rottluff engagiert im internationalen Patenprogramm

DAAD-Preisträgerin Rottluff engagiert im internationalen Patenprogramm

28. November 2018

Mit 12,2 Kilogramm pro Kopf konsumiert kein Volk mehr Kaffee als die Finnen. Den Begriff für die Kaffeepause haben die Finnen aus dem Deutschen abgeleitet: „Kahvipaussi“. Für ausgedehnte Kaffeepausen blieb Elsa Rottluff (24), unserer diesjährigen DAAD-Preisträgerin aus Finnland, bei ihrem vollen Terminplan weniger Zeit. Neben einem intensiven dualen Studium hat sie sich nicht nur als Kurssprecherin engagiert, sondern auch eine Patenschaft übernommen.

Frau Rottluff, trinken Sie auch gern Kaffee?

Ja, ich trinke sehr gern Kaffee!

Wie haben Sie sich in Deutschland eingelebt?

Ich musste mich nicht wirklich umgewöhnen. In Deutschland ist zwar vieles formeller als in Finnland, aber mein Dualer Partner hat seit einem Jahr die Ansprache im Unternehmen von „Sie“ auf „Du“ umgestellt. Seitdem kann ich meine Chefs auch offiziell duzen. Das einzige, was mir beim Wechsel zwischen den Ländern auffällt, ist das salzige Essen in Deutschland.

Erzählen Sie kurz etwas über sich.

Ich bin 24 Jahre alt, zwar in Hannover geboren, aber mit einem Jahr mit meiner finnischen Mutter und meiner Schwester nach Espoo in der Nähe von Helsinki gezogen. Dort bin ich auch aufgewachsen. Vor drei Jahren habe ich mein duales Studium in Deutschland bei der Lidl Stiftung & Co. KG begonnen.

Wie sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Ich werde bei der Schwarz Dienstleistung arbeiten und zwar in der Internen Revision Abteilung Vertrieb und Logistik.

Alle DAAD-Preisträger werden für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Wie haben Sie sich engagiert?

Zu Anfang des Studiums bekommen alle internationalen Studierenden der Lidl Stiftung einen Paten zugeteilt, der Fragen beantwortet und bei der Eingewöhnung hilft. Nach einem Jahr habe ich die Patenschaft für einen ausländischen Studierenden im ersten Semester übernommen. Für jedes „Patenkind“ ist es wichtig zu wissen, dass es jemanden gibt, der bei Fragen Rat weiß und zuhört. In der Praxisphase habe ich ihn mehrmals in seiner Filiale in Bremen besucht und wir konnten in Ruhe über alles reden. An der DHBW Heilbronn war ich während des gesamten Studiums Kurssprecherin. Ich freue mich sehr über den DAAD-Preis 2018 und möchte mich für diese wunderbare Auszeichnung bei allen Beteiligten herzlich bedanken.

Blieb Ihnen neben dem Studium Zeit für Hobbies?

Ja, ich hatte Zeit, meinen Hobbies nachzugehen. Während der Praxisphasen gestaltete sich das etwas schwieriger, da ich in Bremen und in Finnland gearbeitet habe. Aber immer, wenn ich in Heilbronn studierte, konnte ich mehrmals in der Woche reiten gehen.

Was war Ihre schönste Erfahrung im dualen Studium?

Das gesamte Studium war ein tolles Erlebnis, ich würde den gleichen Weg auf jeden Fall noch einmal wählen. Man muss zwar viel arbeiten, aber der Karrierestart gelingt umso besser. Bereits mit 24 Jahren so weit zu sein, ist nicht selbstverständlich.

www.daad.de

https://www.heilbronn.dhbw.de/studierende/internationales