Rebekka Rogokeni erhält den DAAD-Preis vom akademischen Leiter des International Office Prof. Dr. Ralph Scheubrein und der Erasmus-Koordiatorin Diana Söhner

DAAD-Preisträgerin Rogokeni engagiert im internationalen Patenprogramm

DAAD-Preisträgerin Rogokeni engagiert im internationalen Patenprogramm

14. November 2019

Obwohl viele Touristen nach Griechenland reisen, wissen wir wenig über unsere griechischen Nachbarn. Ein paar Fakten: Griechenland ist weltweit der drittgrößte Produzent von Olivenöl und blickt auf eine der ältesten Sprachen weltweit zurück. Textlastig ist auch die griechische Nationalhymne: Sie hat 158 Strophen. Unsere diesjährige DAAD-Preisträgerin heißt Rebekka Rogokeni und kommt aus Griechenland.

Frau Rogokeni, wie viele Strophen der Nationalhymne kennen Sie?
Ich kenne leider nur die ersten vier Strophen, die lernt man in der griechischen Grundschule auswendig.

Wie haben Sie sich in Deutschland eingelebt?
Ich habe mich in Deutschland sehr schnell eingelebt. Ich mag die Arbeitsweise und die Direktheit der Deutschen. Trotzdem habe ich manchmal die Offenheit der Griechen vermisst.

Erzählen Sie kurz etwas über sich.
Ich bin in Athen bilingual aufgewachsen, da meine Mutter aus Deutschland kommt. Ich denke, das hat mir auch geholfen, mich hier schneller einzuleben, da ich Deutschland von Besuchen bei meiner Familie kenne. Vor dem dualen Studium habe ich Germanistik studiert. Ich kam also aus einer ganz anderen akademischen Welt. Am Anfang musste ich sehr stark kämpfen, um die Zusammenhänge im BWL-Studium zu verstehen, aber ab dem zweiten Semester lief alles gut. Unterstützung gab mir meine damalige Patin und ich habe es dank ihr und eigener Anstrengung geschafft.

Wie sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Beruflich ist es mein Traum, Aus- und Weiterbildungsleiterin in Griechenland oder für internationale Studierende bei LIDL in Deutschland zu werden. Da ich von meinen Ausbildungsleiterinnen über die drei Jahre viel Unterstützung und Hilfestellungen in Problemsituationen erhalten habe, weiß ich aus eigener Erfahrung, mit welchen Herausforderungen ein dualer Student konfrontiert wird und wie man als Ausbildungsleiterin unterstützend agiert.

Alle DAAD-Preisträger werden für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Wie haben Sie sich engagiert?
Da ich selbst als Patenkind profitiert habe, wollte ich mich unbedingt im internationalen Patenprogramm engagieren, um neue Studierende privat und an der DHBW unterstützen. Ich habe zwei Studenten betreut, ein Patenkind aus Griechenland und eins aus Ungarn. Ich habe mit beiden schon vor der Anreise Kontakt aufgenommen, all ihre Fragen beantwortet und bei der Wohnungssuche geholfen. Am Anreisetag habe ich sie abgeholt, da ich mich erinnert habe, wie verloren ich mich an meinem ersten Tag gefühlt habe. Während der Theorie- und Praxisphasen war ich ständige Ansprechpartnerin.

Blieb Ihnen neben dem Studium Zeit für Hobbies?
Das Studium ist tatsächlich ziemlich zeitintensiv. Es blieb mir ein wenig Zeit fürs Fitnessstudio und für die Tanzschule. Das braucht man aber auch, um sich körperlich auszupowern.

Was war Ihre schönste Erfahrung im dualen Studium?
Es gibt keinen bestimmten Moment, der mir einfällt. Das ganze Studium war eine sehr schöne und besondere Erfahrung. Ich bin sehr dankbar, dass mir die Lidl Stiftung und die DHBW Heilbronn die Möglichkeit gegeben haben, diese Erfahrung zu machen. Das duale Studium ist ziemlich abwechslungsreich, man lernt ständig neue Menschen kennen, sowohl im Studium als auch in den Praxisphasen. Das führt automatisch zu einer hohen Anpassungsfähigkeit, die im modernen Arbeitsalltag stark gefordert ist. Diese Erfahrungen nehme ich mit in die Zukunft und freue mich sehr, dass ich den DAAD Preis bekomme.